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Wie früh und wie neu war die Frühe Neuzeit? In der siebten Ausgabe von Bildbruch – Beobachtungen an Metaphern gehen unsere Beiträge dieser Frage in philosophiehistorischen Einzelstudien nach. Die Lektüren von Autor*innen im Zentrum und am Rand der langen und uneinheitlichen Epoche – die von der Epochenschwelle zum Spätmittelalter hin über den Humanismus bis zur Aufklärung und zur Sattelzeit reicht – untersuchen, inwiefern sich im Nachdenken dieser Zeit über Logik und Ethik, über Metaphysik und Epistemologie, und schließlich über Gott und die Geschichte selbst etwas vom “Neuen” – zum Beginn eines neuen Denkens, zur Abkehr vom Alten und Althergebrachten – und von der “Frühe” – vom Charakter einer Vorarbeit, einem ersten Beginnen und einer programmatischen Ausrichtung auf die Zukunft hin – zu erkennen ist. Welche Metaphern, welche Argumentlinien und welche Textformen bestimmen den philosophischen Diskurs der Frühneuzeit? Wie greift die historische Selbstverortung ganz unterschiedlicher und oftmals widerstreitender Positionen in den Horizont des Sag- und Denkbaren ein? Und wie können wir uns, aus der Spät- oder Post-Moderne, auf diese Frühe und Neue zurückbeziehen?
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